6 Insidertipps für Interim Manager - Teil 2 -

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6 Insidertipps für Interim Manager - Teil 2 -

Interim Manager - von der Positionierung zur Marke Ich

Björn Knothe, CEO von division one, blickt auf eine zwei jahrzehntelange Erfahrung im Interim-Markt zurück und verrät nun seine wichtigsten Tipps für erfolgreiche Manager auf Zeit.

"Ich habe die Entwicklung der Branche von beiden Seiten, der des Unternehmens sowie des Managers, miterlebt und habe ein klares Bild, welche Qualitäten Manager auf Zeit erfüllen müssen, um sich im wettbewerbsintensiven Markt durchzusetzen. In diesem Artikel möchte ich vor allem Chancen aufzeigen, wie man sich erfolgreich von der Masse abheben und damit eine bessere Auslastung, höhere Honorare und bessere Jobs erlangen kann. Neben fachlicher Kompetenz und harten Fakten, sind es in den meisten Fällen die individuellen Persönlichkeitsmerkmale sowie die Art der Selbstinszenierung, die über Erfolg und Misserfolg entscheiden."

Nach den ersten drei Insidertipps im letzten Blogbeitrag, folgt nun der zweite Teil:

4. Das persönliche Interview       

Das Ziel eines Providers ist es, ideal passende Kandidaten zu finden und diese erfolgreich beim Kunden zu platzieren. Wenn das Interview in ein lukratives Engagement mündet, ist wahrscheinlich die Auslastung für die nächsten neun bis zwölf Monte gesichert und der Interim Manager um eine Erfahrung reicher – umso tragischer, dass in dieser Prozessphase viele Fehler und Nachlässigkeiten passieren. Folgende Fauxpas erleben wir sehr häufig bei unserer Begleitung von Kundengesprächen: Der Interim Manager…  

- hinterlässt einen mangelhaften Gesamteindruck          

- bereitet sich nicht intensiv auf das Gespräch, das Unternehmen sowie die Mandatsinhalte vor

- stellt keine eigenen Fragen, womit er sich die Chance auf echtes Interesse verspielt

Tipps, wie man es besser machen kann: Eine kluge Fragestrategie hilft zum einen ein klares Bild des Mandats zu erhalten und entsprechend die richtigen Qualifikationen sowie Erfahrungen hervorzuheben. Zudem bilden Rückfragen zum Mandat einen zentralen Teil des Interviews, um sich als Kandidat überzeugend positionieren zu können. Fazit: Eine gute Vorbereitung ist das A und O, um die Chancen auf eine Mandatsgewinnung deutlich zu erhöhen.  

 

5. Vertriebswege

Den klassischen Königsweg im Vertrieb gibt es auch im Interim Management nicht. Manager sollten einen guten Mix an Vertriebswegen professionell für ihre Projektakquise nutzen. Im Vertrieb gilt dabei das Trichter-Prinzip: Wer viel oben reinwirft, wird mehr Output in Form von Akquisechancen erreichen. Erfolg am Markt ist die Folge einer ausgiebigen Kommunikation mit der eigenen Zielgruppe auf mehreren Wegen. Auf aufgebaute Netzwerke ist, entgegen vieler Meinungen, nicht immer oder nur selten Verlass. Viele Ihrer bestehenden Kontakte sehen nicht mehr den Mehrwert, den Sie in Ihrer bisherigen Führungsfunktion gesehen haben.

Die Herausforderung für Interim Manager besteht darin, die für sie am besten geeigneten Provider auszuwählen und sich dort bestmöglich zu platzieren. Es ist zudem ratsam, kontinuierlich Netzwerkarbeit zu betreiben und Kontakte zu erfolgsversprechenden Providern/Personalberatungen zu pflegen, um dauerhaft in Erinnerung zu bleiben. Nur wer im Kopf bleibt, wird auch bei der Vergabe neuer Mandate als Erstes angesprochen. Gängige Vertriebskanäle für Interim Manager sind: Direktakquise, Beratungsunternehmen, Private-Equity-Firmen, Zusammenschlüsse von Interim Managern, Online-Plattformen sowie Netzwerkveranstaltungen.

 

6. Positionierung

Die Welt in der wir leben und arbeiten ist vor allem eines - unsicher sowie unübersichtlich geworden. Nichts hat Bestand, alles verändert sich kontinuierlich. Verantwortlich dafür sind unter anderem moderne Kommunikationstechnologien, Open Source Software Lösungen, Outsourcing, Offshoring und die fortschreitende Globalisierung. Individualität ist somit unser wichtigstes Unterscheidungsmerkmal. Nur wer sich im Klaren darüber ist, wofür er steht, was seine Substanz und Erfahrung ist, wer seine Talente, Erfolge und Leidenschaften kennt, kann sich überhaupt abheben. All das drücken wir in einer guten Positionierung aus. Zudem sollte man gleich die Begründung mitliefern, warum seine Expertise so wichtig für den Auftraggeber ist, dass er Sie nicht nur vom Fleck weg engagiert, sondern auch noch angemessen bezahlt.

Die beiden entscheidenden Dinge bei Ihrer Positionierung sind Klarheit und Sicherheit, mit der Sie sie nach außen vertreten. Entscheidend für Erfolge sind oft nur zwei Millimeter – dieser kleine aber feine Unterschied kann zu einer höheren Auslastung führen, mehr Umsätze generieren sowie die Wunschkunden anziehen. Daher ist es ratsam in Ihre Selbsterkenntnis zu investieren, indem Sie vor allem an Ihrer inneren Haltung zu sich selbst arbeiten. Das wird sich nicht nur auf Ihre Körpersprache auswirken, sondern Ihnen einen sicheren und souveränen Auftritt sichern. Im Zentrum Ihrer Positionierung steht die Marke „Ich“, Ihr Werteversprechen, Kundennutzen, Ihr professioneller sowie stringenter online sowie offline Auftritt, wertvoller Content und vor allem Ihre eigene Persönlichkeit. Klären Sie also zuerst Ihr persönliches Warum, was treibt Sie an?!

Noch mehr Tipps aus der Vermittlungspraxis erfahren Sie im Expertenbuch "Interim Manager - von der Positionierung zur Marke Ich". 

Wir stellen Ihnen gerne unser Paper mit allen 6 Insidertipps für Interim Manager zum Download bereit.

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